AUF Solingen
 

Bei der konstituierenden Ratssitzung am 14.10.2004 gab die neu gewählte Ratsgruppe von SOLINGEN AKTIV eine Erklärung ab. Nach diesen Grundsätzen werden auch unsere Stadträtin Gabi Gärtner und Jugendhilfeausschuss-Mitglied Regine Weiß ihre Arbeit fortführen.

Wir alle haben intensive und arbeitsreiche Wochen hinter uns und zum Teil hart gekämpft. Aus Anlass des erstmaligen Einzuges von SOLINGEN AKTIV in dieses Gremium halten wir es für angemessen, einige Worte über unsere Vorstellungen bezüglich der Arbeit in diesem Rat der Stadt Solingen an Sie zu richten.
Zunächst einmal wünschen wir uns, dass ein Politikstil, wie er im Wahlkampf zwischen den meisten Solinger Kommunalpolitikern- und Kommunalpolitikerinnen praktiziert wurde, allerdings mit unerfreulichen Ausnahmen, auch in der Ratsarbeit weitergeführt wird. Wir werden auf jeden Fall unseren Teil dazu beitragen.

Sich sachlich und an den Interessen der Solingerinnen und Solinger auseinanderzusetzen - das ist unvereinbar mit diffamierenden antikommunistischen Auswüchsen in Teilen der Solinger Presseberichterstattung.
Wir freuen uns, dass soviele Bürger dem “Projekt” überparteiliches Personenwahlbündnis ihre Stimme gegeben haben und es uns gelungen ist, Enttäuschung, Verdruss und Wut auf die etablierte Politik, etwas positives entgegen zu setzen und Menschen zu motivieren, selbst aktiv zu werden.
Auch in Solingen hat sich gezeigt, dass die Bürgerinnen und Bürger den großen Parteien nicht mehr so viel Vertrauen entgegen bringen. So verloren hier sowohl SPD als auch CDU Wählerstimmen, während kleine Parteien und Wählerinitiativen verstärkten Zuspruch bekamen.
Wir fühlen uns den Interessen der Solinger Bürgerinnen und Bürger, insbesondere denen der einfachen Menschen verpflichtet und möchten uns in ihrem Sinne sachbezogen und konstruktiv hier einbringen.
das heißt, dass wir alle guten Vorschläge und Anliegen, von wem sie auch immer kommen, unterstützen und mittragen. Das heißt aber auch, dass wir es als unsere Pflicht ansehen, uns gegen alles, was gegen die Interessen der einfachen Menschen verstößt, ebenfalls unabhängig davon, von wem es kommt, zu wenden, es bekannt zu machen und den Protest zu organisieren.
Wir freuen uns, dass heute so viele Solinger Bürgerinnen und Bürger an der Ratssitzung teilnehmen und hoffen, dass dieses Interesse anhält. Wir werden uns bemühen dazu beizutragen, indem wir sie ermutigen und unterstützen, ihre Anliegen hier zum Thema zu machen.
Wir wollen uns dafür einsetzen, dass ihre Anliegen und Sorgen ernst genommen werden und ihre Teilnahme an den Ratssitzungen Bestandteil dessen ist, für ihre Interessen selbst aktiv zu werden und zu lernen, selbst Politik zu machen.
Wir freuen uns schon auf eine sachlich orientierte, sicherlich oft auch kontroverse, Auseinandersetzung und Arbeit, die die Stadt Solingen nach vorne bringt. Nun hörten wir im Vorfeld, dass verschiedene Fraktionen planten, dem OB ein Geschenk für seine Wiederwahl zu überreichen.
Wir haben uns allerdings gedacht: wenn, dann haben alle etwas für ihre Wahl in den Rat verdient. Da wir aber nicht so vermögend sind, jedem ein persönliches Geschenk zu machen, möchten wir dies symbolisch an die Fraktionen überreichen.
Wir haben lange überlegt, was hierfür ein passendes "Motto" sein könnte.
Da wir ja insbesondere auch den Frauenanteil hier stärken haben wir uns dafür entschieden, ihnen heute Brot und Rosen, was schon seit langem ein Motto der fortschrittlichen Frauenbewegung ist, zu überreichen.
Das Brot soll dafür stehen, dass wir uns hier für die fundamentalen Lebensinteressen der Menschen konsequent einsetzen möchten, wie sie z.B. mit Hartz IV in Frage gestellt werden.
Und da wir den OB auch nicht ganz ignorieren wollten, haben wir dieses Brot in Form einer schwäbischen Brezel gewählt. "Her mit dem ganzen Leben - Brot und Rosen" so heißt es in einem bekannten Lied. Die Rose steht für uns dafür, dass die Menschen mehr als nur das Nötigste zum Leben brauchen. Sie brauchen eben auch Kultur, sie brauchen Bildung, soziale Kontakte, sie möchten, sollen und müssen sich gesellschaftlich einbringen. Auch für dieses Recht, gegen Kürzungen in diesem Bereich, stehen wir - und nicht zuletzt auch für eine politische Kultur, die dem entspricht. Dafür steht die Rose.
Aber: freuen sie sich nicht zu früh! Eine Rose hat auch Dornen und wäre nicht so widerstandsfähig und reizvoll, hätte sie diese nicht. Diese Dornen sollen dafür stehen, dass wir, wenn es um die Anliegen der Menschen geht, durchaus auch unbequem werden können, dass wir uns nicht nur herzlich, sondern auch hart auseinandersetzen werden, dass es mit uns auf Kosten der Menschen keinerlei Kompromisse geben wird.
In diesem Sinne, auf eine gute Zusammenarbeit!
Aktuelles Stammtisch von SOLINGEN AKTIV
02.05.2012, 19.00 Uhr
Stammtisch Solingen Aktiv

Wir "reisen" in die Karibik.
Wir bitten euch ins neu eröffnete Restaurant

La Habana Lounge

(früher La Diva)

Bergstr. 34
42651 Solingen


Essen ist möglich aber nicht Pflicht.

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